5 G und verdrehte Glasfaserkabel

In den letzten Jahren ist die mobil übertragene Datenmenge, von Jahr zu Jahr um mehr als 50 % gestiegen und man kann davon ausgehen, dass es noch mehr wird, in Hinblick auf 4K und 8K – Videos.

Hier soll 5G mit seinen hohen Datenraten und der hohen Kapazität des mobilen Netzes helfen. Immerhin hat die 5. Mobilfunkgeneration mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde die geeignete technische Basis dazu. Da ist der Inhalt einer prall gefüllten DVD in nur 3,6 Sekunden fertig geladen!

Ein großes Problem liegt allerdings in den sehr hohen Ausbaukosten vom neuen Mobilfunkstandart. Es werden einfach viel mehr Antennen benötigt. Damit meine ich wirklich sehr viel mehr.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer begraben, denn  jede Mobilfunkstation ist nur so schnell, wie ihre Anbindung. Jeder Mobilfunkmast muss per Glasfaserkabel mit dem Kernnetz des Providers verbunden werden. Ein erhöhter Glasfaserausbau ist also unausweichlich.

Wie aufs Stichwort haben Wissenschaftler der RMIT University in Melbourne einen Weg gefunden, die Datenübertragung per Glasfaser nochmal um den Faktor 100 zu beschleunigen, indem Sie verdrehte Lichtsignale nutzen.

Die derzeitige Glasfasertechnik überträgt Daten als Lichtsignale. Hierbei sind die Daten durch die Farbe des Lichts und dessen Wellenform kodiert.

Die neue Glasfasertechnik verdreht die Lichtsignale als Spirale ineinander, dadurch kann auch die Stärke der Verdrehung für die Datenübertragung nutzbar gemacht werden.

Es ist also alles vorbereitet für ein schnelles Internet. Das Problem stellen jetzt nur noch die Netzbetreiber dar, die vorhandene Technik eher zögerlich übernehmen. Die Netzbetreiber halten eine flächendeckende Versorgung für nicht sinnvoll. Sie sehen im ländlichen Bereich kaum Bedarf nach ultraschnellem Mobilfunk.

Die Versteigerung der Frequenzen ist für das Frühjahr 2019 geplant.


You have no rights to post comments